5+1 Tanz und Raum


Lichtdesign für das Tanztheater von Susann Roge
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Die Entstehung des Raumes ist die Aneignung des Raumes. Das ist eine archaische Erfahrung: wie Menschen in ihrer Entwicklung von der Eizelle zum aufrecht Gehenden die Geschichte des Lebens nachempfinden.
Diesen Prozeß stellt das Tanztheaterstück '5+1' vereinfacht in fünf Bildern dar.

Die Geburt als Atem der Erde: aus dem Dunkel wälzt sich etwas ins Licht einer Projektion netzartiger organischer Strukturen. Die Aufrichtung ist mühsam. Extremitäten recken sich nach oben und werden
als Schattenriß an dieWand geworfen.
Das Licht geht an und läßt die Ausmaße des Raumes erkennen.
Die Tänzerin erkundet ihn schrittweise, lernt Grenzen kennen und wird letztendlich auf sich selbst zurückgeworfen: Den inneren Raum. Die Enge des eigenen Selbst ist ein stark gebündeltes Licht von oben.
In zackigen Bewegungen kämpft die Tänzerin, die Grenzen des inneren Raumes zu überwinden.
Die Erkenntnis über die Einheit von Innen und Außen ist die Befreiung. Der Raum und die Tänzerin sind in sich langsam ausdehnenden und zusammenziehenden Mustern verbunden.


www.roge-art.de

Erstes Bild: Atem der Erde
noch ganz erdverbunden,
vor der Aufrichtung


Viertes Bild: An der Schwelle zur Befreiung aus dem im Inneren Raum, die Synthese von Innen und Außen deutet sich bereits an

Premiere - Juni 1998

Regie - Susann Roge
Tanz -Natascha Roy
Licht - mrtz
Musik - #TAU
Kostüm - Karen Simon
 
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